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Geschrieben von: Volkmar Hofmann   

Aktuelles Spielsystem in Deutschland:

Im Deutschen Hockey-Sportbund sind derzeitig 19 Verbände zusammengeschlossen:

Ostdeutscher HV, IG Nord, Süddeutscher HV, Berliner HV, Brandenburgischer HV, HV Mecklenburg-Vorpommern, Sächsischer HV, HV Sachsen-Anhalt, Thüringer HSV, Bremer HV, Hamburger HV, Schleswig-Holsteiner HV, Westdeutscher HV, HV Baden-Württemberg, Bayrischer HV, Hessischer HV, HV Rheinland-Pfalz/Saar.

Folgende Spielklassen bestehen für das Feldhockey:

- 1. Bundesliga (Herren 12 Mannschaften, Damen 10 Mannschaften)

- 2. Bundesliga mit jeweils 2 Staffel („Nord“ und „Süd“)

- Regionalligen („Nord“, „Süd“, „Ost“ und „West“ mit jeweils 8 Mannschaften für Damen und Herren)

- 2. Regionalliga

- Oberliga

- Verbandsliga

Anzumerken ist, dass aus den sogen. 5 neuen Bundesländern keine Mannschaft in der 1. Bundesliga und nur eine Mannschaft in der 2. Bundesliga (Herren des Osternienburger HC) vertreten ist. In der Regionalligen Süd sind die Damen des ATV Leipzig und des Leipziger SC, sowie die Herrenteams Lindenau-Grünau Leipzig, ATV Leipzig und Cöthener HC vertreten.

( 2. Regionalliga Süd 2 Staffeln).

Wenn man die Hockeygeschichte Deutschlands betrachtet, ist der Auswirkung/Einfluss unterschiedlicher Gesellschaftsordnungen im Zeitraum 1945 bis 1990 ursächlich für den unterschiedlichen Entwicklungsstand in den Bundesländern. Kann man für die Länder „Westdeutschlands“ eine relativ kontinuierliche Entwicklung des Hockeysportes seit 1945 bescheinigen, so wirkte sich die Änderung der Sportpolitik der DDR nach der Olympiade 1968 (Abbau der Förderung für die Sportart Hockey) und die Vereinigung der beiden Länder (insbesondere die Änderung der Eigentumsverhältnisse der Sportstätten und deren damaliger Zustand) sich jeweils negativ für den Hockeysport in den 5 Ländern „Ostdeutschlands“ aus. Bleibt zu hoffen, dass man in den nächsten Jahrzehnten durch ähnliche Aktivitäten wie in Jena (Schaffung konkurrenzfähiger Sportplätze, Förderung von Kinder- und Jugendhockey beginnend in den Schulen) ein ähnliches Niveau wie in den anderen Ländern Deutschlands erreicht.

Spielsystem Feldhockey Mitteldeutschlands und DDR 1945-1990

1946/1947         Freundschaftsspiele der Städte in Mitteldeutschland („Ostzone“)

1948/1949         1. Ostzonenmeisterschaft aus 5 Landesmeistern der sowjet. besetzten Zone

                        (Mecklenburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen)

1949/1950         Gleicher Modus wie bisher, Meister = „DDR-Meister“

1950/1951         wie 1949/1950

Sept. 1951        Bildung 1-klassige Oberliga für Herren und Damen = „DS-Liga“ --> 8 Mannschaften

                        (BSG Motor Köthen, BSG Chemie Schkopau, BSG Motor Jena, BSG Chemie Jena,

                        Motor Niesky, Einheit Zentrum Leipzig, Fortschritt Cottbus, Einheit Rostock)

1951/1952         DDR-Meister = 1. der Oberliga (in der Halle analoges Spielsystem)

1952/1953         wie 1951/1952, aber 9 Mannschaften

1953/1954         wie 1952/1953

1954/1955         wie 1952/1953 (bis hierher Serie Herbst/Frühjahr)

1956                 Teilung Oberliga in 2 Staffeln (Nord und Süd), Bildung 3 Staffeln Liga jeweils für

                        Herren und Damen (neu: Saison Frühjahr/Herbst, DDR-Meister aus Endspiel

                        1. Oberliga Staffel Nord gegen 1. Oberliga Staffel Süd)

1957                 „1. Deutsche Feldhockey-Meisterschaft“ für Herren und Damen, Neueinteilung Liga

                        in Nord- und Südstaffel

1958 bis 1963   wie 1957

1964                 wie 1963, aber Änderung bei Damen: nur noch eine Oberliga-Staffel

1965                 wie 1964

1966                 wie 1965, Aufstockung der Herren-Oberligen von 8 auf 9 Mannschaften durch

                        Nachwuchsmannschaften aus Leipzig und Jena

1967                 Bildung eine Staffel Verbandsliga für Herren als höchste Spielklasse (8 Teams),

                        danach Oberliga Staffel Nord und Süd (je 7), dann I. DDR-Liga zu 3 Staffeln

                        und II. DDR-Liga zu 3 Staffeln;

                        Damen: 1 Staffel Oberliga (8) und DDR-Liga mit 2 Staffeln

1968 bis 1973   wie 1967 (Serie Frühjahr/Herbst)

1974                 Übergangsrunde im Frühjahr 1974:

                        Herren: Verbandsliga 2 Staffeln, Oberliga 2 Staffeln, I. u. II. DDR-Liga je 3 Staffeln;

                        Damen: Oberliga 2 Staffeln, DDR-Liga 2 Staffeln

1974/1975         ab hier wieder Saison Herbst/Frühjahr:

                        Herren: Verbandsliga 1 Staffel mit 10 Mannschaften, Oberliga 2 Staffeln (Nord, Süd),

                        I und II DDR-Liga mit je 3 Staffeln

                        Damen: Oberliga 1 Staffel mit 8 Mannschaften, DDR-Liga mit 2 Staffeln (Nord, Süd)

1975/1976         wie 1974/1976, aber Herren: II. DDR-Liga 2 Staffeln u. Damen: DDR-Liga 1 Staffel

1976/1977         wie 1975/1976, aber Umbenennung Damen-Oberliga in Verbandsliga

1977/1978         wie 1976/1977

1978/1979         wie 1977/1978, aber bei Damen Bildung 2 Staffeln DDR-Liga (Nord, Süd)

1979/1980         wie 1978/1979

1980/1981         wie 1979/1980, aber Herren-Oberliga 2 --> 3 Staffeln mit je 7 Mannschaften und

                        Zusammenlegung I. und II. DDR-Liga zu DDR-Liga mit 5 Staffeln mit je 6 Mannsch.

1981/1982         wie 1980/1981

1983/1984         wie 1981/1982, aber Damen DDR-Liga nur noch mit 1 Staffel (8 Mannschaften)

1984/1985         wie 1983/1984, aber Damen DDR-Liga wieder 2 Staffeln, Herren. DDR-Liga 4 St.

1985/1986         wie 1980/1981: Herren: Verbandsliga 1 Staffel, Oberliga 3 Staffeln, Liga 5 Staffeln;

                                               Damen: Verbandsliga 1 Staffel, DDR-Liga 2 Staffeln

1986/1987         wie 1985/1986

1987/1988         wie 1986/1987

1988/1989         wie 1987/1988, aber Damen DDR-Liga 2 --> 3 Staffeln

1989/1990         wie 1988/1989, aber Herren DDR-Liga 5 --> 4 Staffeln

Okt. 1990         Auflösung DHSV, 03.11.1990 Aufnahme der DHSV-Vereine in den DHB


Quellen:
„Hockey“ MS Encarta/Online-Enzyklopädie 2002
Olympia-staistik.de
Hockey-olympia.de
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 26. August 2015 um 20:04 Uhr