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Spielbericht SSC Jena gegen Potsdamer SU am 25.11.2012 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Tobias Fernholz   
Montag, den 03. Dezember 2012 um 16:15 Uhr

Am 25.11.2012 Stand der 3. Spieltag und das zweite Heimspiel für den SSC Jena auf dem Programm. Dieser 3. Spieltag war für die Herren des SSC bereits ein sehr wichtiger Termin. Man ging aus den voraus gegangenen Partien zwei mal glücklos, mit einem knappen 7:8, aus der Halle. Aus diesem Grund waren Punkte bei diesem Heimspiel absolute Pflicht.
Man durfte an diesem Sonntag gewiss kein traumhaftes Hockey erwarten, schließlich hatten beide Teams ein Ligaspiel vom Vortag in den Knochen.

Bilder zum Spieltag gibt es hier.

Der Kader Jenas setzte sich an diesem Sonntag folgendermaßen zusammen:
Benjamin Harnisch, Michael Gschlößl, Marius Hachmann, Ingo Heckroth, Maurice Stöckel, Stefan Kehr, Florian Gras, Theodor Angermüller, Maximilian Hinke, Tillmann Graf und Tobias Fernholz.

Der Anpfiff erfolgte pünktlich um 15 Uhr. Jena startete wie auch in den Spielen zuvor mit solider Ordnung und gutem Passspiel in die Partie. So kam es auch bereits nach wenigen Minuten zu ersten gefährlichen Szenen im Schusskreis des PSU. In der 3. Minute verpasste Stefan knapp den ersten Treffer des Spiels nach einer schnellen Kombination über Theo und Michi.
Jena, motiviert durch diesen starken Auftakt legte im Anschluss zu und kam in der 5. Minute verdient zum 1:0 nach einer Strafecke verwandelt von Theo unhaltbar ins Linke Kreuzeck.
Jena konnte in der Folge immer wieder die Abwehrreihen des PSU durchbrechen und stand dabei stets sicher bei gegnerischen Angriffen. Hinzu kam an diesem Tag noch ein Ingo im Tor des SSC, welcher sich in absoluter Topform präsentierte. Ob Ecke oder 7 Meter er hielt seinen Kasten sauber und sicherte dem SSC den 1:0 Pausenstand.
Ein 1:0 in einem Hallenspiel ist durchaus als eins der selteneren Ergebnissen zu verstehen. Jedem Spieler Jenas war bewusst, dass es sich dabei keinesfalls um ein Ergebnis handelt auf dem man sich ausruhen sollte, insbesondere nach den so knapp verlorenen Spielen gegen Real und Königs Wusterhausen.
So kam es, dass der SSC die zweite Hälfte deutlich Defensiver begann. Tiefstehen war die Devise und was die Ordnung anging konnte Jena auch überzeugen. PSU biss sich Angriff um Angriff die Zähne an den Abwehrreihen Jenas aus. Nach gut 40 Minuten erlahmte das Spiel dann nahezu vollständig. Weder konnte der PSU den von Jena angemischten Beton durchbrechen, noch war Jena in der Lage einen Konter gegen einen weit aufgerückten PSU sinnvoll zu Ende zu spielen. Doch wer vorne die Dinger nicht macht wird hinten bestraft, so oder so ähnlich ging diese alte Weisheit und Jena wurde eiskalt aus dem Tiefschlaf geweckt. Eine Einzelaktion des PSU genügte und das 1:1 erschien auf der Anzeigetafel. Doch es sollte bei dieser Einzelaktion bleiben. Jena hielt die defensive Struktur begann jedoch in der Offensive wieder etwas zwingender vorzuspielen. 10 Minuten vor Schluss war es dann soweit. Dem SSC gelang erneut der Durchbruch. Nach einem Ballgewinn durch Till im Mittelfeld setzte dieser den startenden Ben ein der das Zuspiel zum 2:1 verwertete.
Jena schien heute die nötige Cleverness mitzubringen um den Sieg sicher nach Hause zu bringen. 6 Minuten vor Schluss sah dann endgültig alles nach Sieg aus, als Jena einen 7 Meter zugesprochen bekam, nachdem Michi nach dem Eindringen in den gegnerischen Schusskreis brutal vom Torhüter des PSU von den Beinen geholt wurde. Doch die Schiris blieben sich in ihrer Uneinigkeit einig, sodass der 7-Meter wieder zurück gepfiffen wurde. Das Spiel wurde in der Folge hektischer und die Zweikämpfe zusehends härter geführt. Ein Spielfluss war schon lange nicht mehr zu erkennen. Diese Zerfahrenheit gipfelte letztlich in einer fragwürdigen gelben Karte gegen den PSU, sodass der SSC bei einem 2:1 Vorsprung kurz vor Schluss in Überzahl spielte. Jena konnte jedoch aufgrund eines zu hektisch vorgetragenen Offensivspiels keinen Profit daraus schlagen. Die Uhr tickte hinunter und die ersten 3 Punkte rückten näher. 3 Minuten vor Schluss, war es dann der PSU, der in Überzahl auf dem Platz stand. Grund dafür war allerdings nicht eine erneute Gelbe Karte, sondern das Auswechseln des Torhüters. Es galt nun für die letzten 3 Minuten in der Defensive noch enger zu stehen und vielleicht den entscheidenden Nadelstich zum 3:1 zu setzen. In der letzten Spielminute hätte Till diesen dann auch setzen können als er geistesgegenwärtig einen Freischlag vor dem Kreis des PSU per Self-Pass ausführte den Ball jedoch im Kreis vor dem Abschluss aufs leere Tor, verstolperte. Der darauf folgende Angriff des PSU sollte zum tragischen Ende dieser Partie führen. Ein Potsdamer Stürmer kam kurz vor dem Schusskreis des SSC an den Ball und umkurvte mit einem kurzen kräftigen antritt Flo. Dieser stieß unglücklich mit der Schulter gegen den PSU-Spieler und der Schiri gab in der Schlusssekunde eine Strafecke.
Strafecken in der Schlusssekunde. Das ist ein Thema, dass man beim SSC bereits nach 3 Spieltagen nicht mehr hören möchte. Jena verpatzt in dieser Konstellation bereits zwei mal den rettenden Anschlusstreffer. Doch PSU sollte das Ganze cleverer und abgezockter angehen. Die erste Ecke noch von den herausstürmenden Spielern des SSC abgewehrt. Die zweite Ecke hingegen spielte der PSU clever an den anlaufenden Jenaern vorbei ins Tor zum 2:2 Endstand.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 05. Dezember 2012 um 10:07 Uhr